Grübeln führt zu Schlafmangel.

©fartooyoungtodie

Plötzlich, eines Tages, wachst du auf und erkennst dich selbst nicht wieder.

Kennt ihr das, wenn ihr nichtsahnend gewöhnliche Dinge tut zur gewöhnlichen Zeit am gewöhnlichen Ort und plötzlich passiert etwas ganz ungewöhnliches und es trifft euch wie einen Schlag ins Gesicht? Also ich für meinen Teil kenne das sehr gut.
Besagtes Gewöhnliches war in diesem Fall Sex and the City schauen an einem Montagabend und zwar ganz gemütlich auf dem Sofa sitzend und etwas Kaffee-Sahne-Schokolade essend. Und besagtes Ungewöhnliches war oben stehendes Zitat.
Was mich so aus der Bahn warf hätte mich vielleicht an einem anderen Tag nicht so getroffen. Aber nachdem ich in letzter Zeit sowieso ungewöhnlich nachdenklich und emotional war und mich mal wieder nicht vorhandene Zukunftspläne plagen, musste ich darüber ein wenig philosophieren.
Sex and the City ist sowieso eine ganz hervorragende Serie zum Philosophieren, wenn ihr mich fragt. Wenn Carrie ihre ganzen Lebensweisheiten raus haut, grüble ich nur zu gerne mit ihr darüber nach.
Jedenfalls dachte ich mir, wie es sein kann, dass so viele Menschen irgendwann an einem Punkt stehen, an dem sie merken, dass sie sich verändert haben? Wie passiert das?
©fartooyoungtodie

Wo doch sowieso niemand weiß wer wer ist. Ist das nicht immer das eigentliche Problem: die Selbstfindung? Wenn man sich nicht findet, wie kann man sich dann verlieren? Und geht das überhaupt, sich zu verlieren?
Ach ja, solche eigenartigen Dinge spuken mir dann im Kopf rum und ich kann euch sagen, es ist nicht unbedingt gut für den Schönheitsschlaf, oder besser gesagt für den „ich muss morgen um sechs raus und habe zehn Stunden Schule“-Schlaf, denn jetzt ist es halb elf und ich tippe hellwach auf meinem Laptop herum.

Im Moment stehe ich irgendwo an einer Schwelle, ich weiß nicht genau an welcher, aber ich habe das Gefühl mein komplettes Leben ist im Wandel.
Oh ja, sehr schlau, Fräulein Noelle, das ist ja auch sehr naheliegend, jetzt wo das Ende der Schulzeit (leider) gar nicht mehr so lange auf sich warten lässt. Applaus für diese Erkenntnis! Und nein, ich bin nicht sarkastisch…naja, doch. Aber es ist doch nunmal eigenartig. Man ist ein junger Mensch, wie ein ungeformtes Stück Ton und praktisch noch in Arbeit und da wird man nun ins Leben geworfen und soll sich entscheiden wie man die nächsten 50 Jahre verbringen möchte. Ähhh, nein danke!
Und ich rede nicht nur von einem Studium, Job und was eben alles so zu diesem Gebiet dazu gehört. Nein, es ist doch auch irgendwie eine gesellschaftliche Entscheidung.
Alle Freunde die man hat, alle Menschen die man kennt, ziehen in andere Städte, lösen sich von dem bisherigen Leben und wollen jetzt was erleben. Willst du auch, aber du hast das Gefühl, es fällt allen so viel leichter als dir.

©fartooyoungtodie

Es ist vielleicht etwas verwirrend zu verstehen, was ich damit vermitteln will, denn eigentlich geht es mir nicht um dieses „Oh mein Gott, ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen will“-Drama. Im Grunde genommen weiß ich das.
Mein Problem ist nur immer und immer wieder, dass ich Angst davor habe plötzlich, eines Tages, aufzuwachen und mich selbst nicht wieder zu erkennen. Eigenartig, oder?
Es ist weniger die Angst davor eine Entscheidung zu treffen als davor, viel zu spät zu erkennen, dass es die falsche war. Aber wem geht das nicht so? Wie oft probiert man ein Oberteil im Laden an, findet es super, trägt es dann zuhause und stellt fest, dass es einem doch nicht gefällt? Also mir passiert das des Öfteren.
Man muss sich wohl die Frage stellen: Was will ich, wo will ich hin und wenn das nicht klappt, ist das schlimm?
Und genau das tue ich im Moment, ich wäge das Pro und Contra ab, aber letzten Endes bleibt einem wohl gar nichts anderes übrig als sich Kopf über in eine Entscheidung zu stürzen, denn unnötig langes Abwägen macht einen im Endeffekt doch nur noch nervöser und unsicherer. Manchmal geht probieren eben doch über studieren. Und wenn man sich dann irgendwann doch denkt: „Huch, wer ist die denn da im Spiegel?“, dann sollte man sich vielleicht einfach eingestehen, dass Veränderung nun mal zum Leben dazu gehört und vielleicht Serien wie Sex and the City und diese eigenartig verstörenden Episoden dich nur darauf vorbereiten wollen, dass das Unausweichliche irgendwann eintreten wird und dass du, wenn es so weit ist, zu dir selbst sagen sollst: „Und sei’s drum, das gehört zum Leben.“©fartooyoungtodie

P.S.: Falls ihr euch fragt was es mit den Bildern auf sich hat…neulich hab ich mein neues Stativ ausprobieren wollen und für den Post habe ich ein paar Bilder gesucht, da ich auf die Schnelle keine neuen machen konnte et voilá (voilà?) … da schmeißt man dann mal zusammenhanglos Bilder mit Text zusammen, aber egal, jetzt kennt ihr wenigstens meine coole neue Lichterkette von Tchibo.

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Dieser Beitrag wurde am 22. September 2014 um 23:09 veröffentlicht. Er wurde unter Leben, Textwerkstatt abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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